Ein Herz für Pankow

Nur einen Katzensprung von meinem jetzigen Wohnort entfernt, liegt das schöne Pankow. Ein Ortsteil, der oft unterschätzt wird, weil er eben nicht Kreuzberg, Friedrichshain, oder der Prenzl’berg ist. Aber keine Sorge, Pankow hat eine ganz eigene Ausstrahlung.

Aus irgendeinem Grund scheint Pankow im Bewusstsein der Berliner ganz besonders weit draußen zu liegen. Komisch eigentlich, ist es doch ziemlich gut angebunden und auch nicht weiter vom Ring entfernt, als andere Viertel und Ortsteile, die als hip gelten.

 

 

Aber seit ich das erste Mal einen Fuß nach Pankow gesetzt habe, verspüre ich das Bedürfnis, diesen Winkel Berlins in Schutz zu nehmen. Und warum auch nicht? Schließlich hat es so viel zu bieten, was mir persönlich an einem Wohnort wichtig ist.

Der Ortsteil im ehemaligen Ostberlin hebt sich durch überdurchschnittlich gut erhaltene Altbausiedlungen ab, da hier im Krieg glücklicherweise nicht so viel zerstört wurde, wie in anderen Teilen Berlins.

 

 

Hier finden sich breite baumbestandene Straßen, viele verkehrsgeschützte Winkel und wunderschöne Altbauten. Begonnen hat meine Tour an der Wisbyer Straße. Von hier aus kann man wunderbar im Zickzack durch die Straßen in Richtung Norden schlendern, ungestört tolle Fotos machen und sich über die Stille wundern, wo doch die Schönhauser Allee und die U Vinetastraße gar nicht weit entfernt sind.

Wer von hier aus die etwas weniger idyllische Berliner Straße (die Verlängerung der Schönhauser Allee) entlangläuft, findet sich bald im alten Pankower Zentrum rund um die Alte Pfarrkirche „Zu den Vier Evangelisten“ wieder. Hier kann man Einkaufen, Kaffee trinken und ganz in Ruhe spazieren.

 

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Nicht weit ist auch der Bürgerpark, eine meiner absoluten Lieblingsgrünanlagen in der Stadt. Das liegt sicher vor allem daran, dass es in diesem Park ein großes Tiergehege mit Ziegen gibt. Oder aber an den tollen Café, wo man sich auf mit Schafsfellen besetzten Liegestühlen draußen gemütlich machen kann.

Was mir außerdem an Pankow gefällt, ist dass hier so eine bestimmte Unaufgeregtheit herrscht. Es leben viele Alteingesessene in Pankow, die anders als in vielen anderen Ortsteilen Berlins das Gefühl verströmen angekommen zu sein. Hier wird nicht jedes Jahr umgezogen, alles scheint sich ein bisschen langsamer zu bewegen.

 

 

Wer Pankow bisher unbekanntermaßen nicht interessant genug fand, oder es schlichtweg nicht auf dem Schirm hatte, dem kann ich diesen wundervollen Ort nur wärmstens empfehlen. Ich werde solange mit Adleraugen auf den Wohnungsmarkt schauen, denn freie Wohnungen sind hier absolute Mangelware.

2 Antworten auf „Ein Herz für Pankow

  1. Liebe Anna,
    ich mag Pankow schon deshalb, weil du das Gefühl hast diesen Stadtteil in Schutz nehmen zu müssen …angekommen sein und Unaufgeregtheit sind die beiden Schlüsselwörter, die mich neugeierig machen auf diesen Stadtteil,
    danke fürs Mitnehmen,
    liebe Grüße,
    Mia

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  2. Liebe Anna,
    der blühende Rhododendronbusch ist ein absoluter Hingucker. Deine Beschreibung von Pankow klingt so, als ob man da mal hin flüchten könnte, wenn es einem an anderen Orten in Berlin zu trubelig wird. Ich habe am letzten Präsenzwochenende in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße gewohnt und ging entweder in Haufen von Fußballfans oder Kirchentagsbesuchern unter. Das war ziemlich heftig.
    Liebe Grüße
    Anne

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