Über den Tellerrand hinaus – Potsdam

Unglaublich, aber in den vergangenen Jahren habe ich es kein einziges Mal nach Potsdam geschafft. Die Landeshauptstadt Brandenburgs liegt gerade mal einen Steinwurf von Berlin entfernt und doch hat es mich nie dorthinverschlagen.

Zu Unrecht muss man sagen. Schick herausgeputzt und besucherfreundlich lockt Potsdam zu einer Tour durch seine malerischen Straßen und prunkvolle Schlösser. (Wie so vieles ist natürlich auch das in Pasteltönen gehaltene Potsdam nicht perfekt, aber abrissreife Bildungsstätten und tote Ratten im Gebüsch seien hier nur am Rande erwähnt)

 

 

Gleich vorneweg: Dieser Ausflug fällt ein wenig aus dem Rahmen. Wenn man die richtige Bahn erwischt, schafft man es in gerade mal 25 Minuten zum Berliner Hauptbahnhof. Die Sträßchen sind übersichtlich, aber wie zum entspannen ausgelegt. Überall Cafés, Eisdielen, Buchhandlungen und Handwerk. Herrliche Fassaden machen neugierig auf die Wohnungen, die dahinter liegen.

Aber ich kann mir allen Vorzügen zum Trotz nicht vorstellen, hier zu wohnen. Potsdam ist nun mal nicht Berlin. Aber warum nicht mal eine Ausnahme machen und den Hut vor einem schönen Städtchen ziehen, in dem es sich so herrlich flanieren lässt?

 

 

Die Stadt hat sich herausgeputzt, keine Frage. Zahlreiche Gebäudekomplexe wurden restauriert und muten nun schon fast ZU pittoresk an. Aber eben nur fast. Es ist beim Bummeln wirklich schön anzuschauen. Zwischendurch bricht immer wieder eine Bruchbude das Bild auf, so dass man nur staunen kann. Richtig aufregend, diese Gegensätze.

Da wir diesmal nicht nur zum Schlendern gekommen waren, steuerten wir (mit einigen der Neugier geschuldeten Umwegen) Schloss Sanssouci an. Der Schlosspark ist für Fotografie-Freunde das reinste Paradies.

 

 

Wer sich für die Lebensweise der Schönen und Reichen aus vergangenen Jahrhunderten interessiert, sollte sich bei einer Führung das Innere der Schlösser zeigen lassen. Wir haben bei einer halbstündigen Tour einige Blicke in das Orangerieschloss werfen dürfen. Wirklich beeindruckend! Noch besser haben mir persönlich allerdings die Gartenanlagen gefallen.

 

 

Wer sich für Kunst interessiert sollte außerdem einen Abstecher ins neue Museum Barberini machen, wo Klassiker der Moderne ausgestellt sind. Für uns hat es an diesem Tag nicht mehr gereicht, die Füße waren leider schon zu platt getreten. Aber dafür werde ich garantiert nocheinmal wiederkommen.

 

Zum Schluss:

Für diejenigen, die mir netterweise in den letzten Artikeln Tipps für die Tour durch den Tiergarten gegeben haben, möchte ich anmerken, dass ich diesen Teil Berlins nicht vergessen habe. Ich war auch schon dort, aber ich hatte das Gefühl, es hat sich noch nicht ausgestreunert. Deshalb werde ich mich noch ein wenig genauer umschauen. Dann kommt der Artikel aber auf jeden Fall.

Demnächst stehen außerdem der Wedding und Pankow an. Wer also das ein oder andere tolle Örtchen weiß, ich bin wie immer froh über Anregungen.

4 Antworten auf „Über den Tellerrand hinaus – Potsdam

  1. Liebe Anna,
    wie schön, dass ich auf Deinen Potsdam-Post gestoßen bin. Ich bin am nächsten Präsenzwochenende ein bisschen länger in Berlin und werde die Gelegenheit zu einem Ausflug nach Potsdam und zum Besuch des Barberini-Museum nutzen. Ich hatte davon Ende letzten Jahres in der Zeitung gelesen und dann war es wieder in Vergessenheit geraten. Danke für Deine Erinnerungshilfe und die sehr anregenden Fotos.
    Herzliche Grüße
    Anne

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    1. Liebe Anne,

      ich hoffe, du hast es noch zur Ausstellung geschafft. In nächster Zeit werde ich das auch noch nachholen. Die Meisterwerke die dort hängen, möchte ich mir dann doch nicht entgehen lassen!

      Aber erst einmal dir viel Freude beim Betrachten.

      Herzliche Grüße,
      Anna.

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  2. Liebe Anna
    Manchmal schafft man selbst das Naheliegende nicht. Aber dann passt es plötzlich bestens zu Deinem Blog und schwupps, schon besteigst Du einen Zug nach Potsdam und wir staunen mit Dir.
    Ins neue Barberini habe ich es noch nicht geschafft, danke für die Erinnerung.
    Herzlich, Urs

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  3. Hat dies auf Mia.Nachtschreiberin. rebloggt und kommentierte:
    Liebe Anna,
    mein Reader bei WordPress hat mir die Beiträge auf deinem Blog bisher unterschlagen, das hätten wor gerad geklärt 🙂 und freue mich jetzt auf deine Streifzüge durch Berlin.
    Ich bin selbst an meinem ersten WE in Berlin in Potsdam gelandet/gestrandet und daher ist der folgende mein Lieblingssatz von dir: „Zwischendurch bricht immer wieder eine Bruchbude das Bild auf, so dass man nur staunen kann.“
    Das waren genau die Stellen, die mir abseits des Flanierens, was wirklich super geht, am meisten gefallen haben, weil sie mir echter erschienen, aber vielleicht habe ich selbst auch nur zu oberflächlich geschaut.
    Danke dir für diesen interessanten Spaziergang durch Potsdam,
    liebe Grüße,
    Sabine

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