Bummelstimmung im Samariterviertel

 

Der Friedrichshain und ich – wir haben ein gespaltenes Verhältnis. Ich kann nicht so richtig mit und nicht so richtig ohne ihn. Oft genug geht er mir auf die Nerven, weil er so krampfhaft versucht cool zu sein, weil die jungen Touristen in Scharen dorthinströmen, da es sich hier angeblich am besten feiert.

Andererseits ist er tatsächlich etwas besonderes, der Friedrichshain und einige Ecken bestechen definitiv mit ihrem Charme.

 

sdr

 

So zum Beispiel das Samariterviertel. Ganz sicher nicht die hippste Gegend, ist es doch ein großartiger Ort, mit einem ganz besonderen Flair, der es mir angetan hat.

 

Hier kann man wunderbar bummeln, es sich in tollen Cafés bei einem Espresso und einem Stück Kuchen gutgehen lassen (das winzige Café Tamar in der Rigaer Straße ist mit seinen israelischen Spezialitäten, tollem veganen Kuchen und frisch zubereiteten Hummus absolut zu empfehlen) und beim Anblick der schicken Häuserfassaden ein bisschen über die Wohnungen die sich darin verbergen sinnieren.

 

 

Von Straße zu Straße wandelt sich das Bild des Viertels. Hier gepflegte Geschäfte und junge Familien mit Kinderwägen auf Abenteuerspielplätzen und einige hundert Meter weiter besetzte Häuser und zahlreiche kaum noch leserliche Plakate und Flugblätter für Soli-Veranstaltungen. Wer die Vielfältigkeit mag, ist hier genau richtig.

Das Samariterviertel bietet genau die richtige Mischung aus tollen und abwechslungsreichen Angeboten und Ruhe und Entspanntheit. Aufgeregte Touristen sind mir hier nicht begegnet, was mein Bild vom Friedrichshain definitiv ein wenig aufhellt.

 

dav

 

Wer lange genug stöbert, findet hier wahre Schätze. Von großartigen Handwerksläden, über einzigartige Innenhöfe, bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten ist alles dabei, was man für eine gemütliche Bummel-Runde braucht.

 

sdr

 

Und danach…

Als nächstes geht es in den Tiergarten. Wieder eine Ecke Berlins, die mich noch nicht vollends überzeugt hat. Mal sehen, ob sich das nach der nächsten Tour ändert.

Wie immer bin ich froh über Geheimtipps!

2 Antworten auf „Bummelstimmung im Samariterviertel

  1. Liebe Anna,
    so ruhig und entspannt wie auf deinen Fotos habe ich den Friedrichshain gar nicht abgespeichert. Scheint doch eine Gegend zu sein, in der es sich leben lässt, oder?
    Im Tiergarten gibt es das bekannte Hansaviertel, das du wahrscheinlich erstmal nicht besonders ansprechend finden wirst. Ich hatte vor Jahren einen Bekannten, der dort in einer wirklich traumhaften Wohnung mit Dachterrasse gewohnt hat — deshalb musste ich jetzt sofort daran denken. Und sowieso gehört das Hansaviertel ganz unbedingt zum Nachkriegs-West-Berlin.
    Schön sind teilweise auch die an der Spree in Moabit gelegenen Altbauten.
    Recht neu ist der Spree-Bogen, zwar nicht studentisch, aber vielleicht doch mal einen Ausflug und Blick wert; selbst wenn man dort nicht wohnen will.
    Wohin es dich auch verschlagen mag: viel Spaß bei deiner nächsten Erkundung!
    Herzlich, Feodora.

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    1. Liebe Feodora,

      es stimmt wohl, entspannt ist es sicher nicht überall im Friedrichshain. Aber ich bin jemand der ab und an mal nur das sieht was er sehen will und da kommt schon mal ein beschauliches und schläfriges Friedrichshain dabei heraus 😉
      Wenn ich mal in abenteuerlustigerer Stimmung bin, habe ich bestimmt wieder einen ganz anderen Blick auf diesen Ort.
      Vielen Dank auch für die Tiergarten-Tipps!

      Schöne Feiertage und herzliche Grüße,
      Anna.

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