Eine Chance für Berlin Mitte

Ende des Jahres heißt es für mich vermutlich umziehen. Natürlich innerhalb der Stadt, denn Berlin ist inzwischen mein Zuhause und das soll es auch bleiben. Nur wohin in Berlin soll es diesmal gehen? Es gibt jede Menge Viertel und Kieze, die mich anlächeln und ich habe ziemlich genaue Vorstellungen davon, wo ich nicht hin möchte.

Aber man kann nie wissen, deshalb wird jetzt erst mal nach Herzenslaune gestöbert, entdeckt und ausprobiert. Jetzt, da der Sommer sich endlich wieder zeigt, wird es Zeit, durch die Stadt zu streunern und sich auf die ein oder andere Entdeckungsreise zu begeben.

Berlin Mitte – fangen wir doch damit an. Nicht weil es besonders angesagt ist, oder weil es mir dort besonders gut gefällt, sondern einfach weil ich diese Woche mal Lust auf Mitte hatte.

Man muss zugeben, die Kombination aus Sonne und Freizeit macht diesen Teil Berlins besonders attraktiv. Den Alltag dort zu verbringen stelle ich mir dagegen nicht so ideal vor. Aber wer weiß? Vor drei Jahren habe ich noch kategorisch ausgeschlossen, irgendwo anders als im Prenzlauer Berg zu wohnen (und bevor sich jemand unnötig mit Fragen quälen muss: Ja, ich bin natürlich ursprünglich aus Schwaben).

 

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Bei Wonderpots

Heute begeistert mich Berlin mit all seinen Seiten mehr denn je und ich kann mir gut vorstellen in der ein oder anderen Ecke sesshaft zu werden. Wollen wir Mitte also nicht gleich ausschließen und stattdessen erst einmal die tollen Orte dieses Viertels erkunden. Entscheiden kann ich mich dann immer noch. Alles zu seiner Zeit.

 

 

Es gibt ein paar klare Punkte die für Mitte sprechen:

  • Die Anfahrtswege überall sonst hin halten sich in Grenzen. Also mehr Zeit für spaßige Dinge!
  • Der Bücherflohmarkt an der Museumsinsel ist das Paradies für alle, die gern stöbern. Ich habe dort auch schon den ein oder anderen Schatz gefunden, der meinen Germanistenfingern bisher entgangen war.
  • Wer danach noch immer Lust auf Kultur hat, kann sich im Kulturkaufhaus Dussmann einfinden. Einzigartig!
  • Spannende Einblicke in die Geschichte der Deutschen Teilung erhält man im Tränenpalast.

 

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Das Café Cinema an den Hackeschen Höfen

 

  • Entspannt bummeln kann man auch in den Hackeschen Höfen. Die mosaikgefliesten Hausfassaden des ersten Innenhofs sind unvergleichlich. Gleich im Anschluss kann man sich hier für einen Film im Original mit Untertiteln in den alten, gemütlichen Kinosesseln zurücklehnen.
  • Wer lieber Kaffee trinkt, als sich den neusten Film anzusehen, ist im charmanten Café Cinema gleich nebenan gut aufgehoben.
  • Und last but not least: Mein geliebtes Wonderpots befindet sich in Mitte. Hier gibt es das beste Frozen Yogurt weit und breit. Mit vielfältigen bunten Toppings, die Kinderherzen (und meins!) höherschlagen lassen.

 

Und demnächst…

Die nächste Tour führt mich in den Friedrichshain. Wenn jemand Vorschläge für interessante Orte in dieser Gegend hat, bin ich immer froh über Tipps! Hinterlasst einfach einen Kommentar und dann schaue ich vielleicht einmal vorbei.

2 Antworten auf „Eine Chance für Berlin Mitte

  1. Liebe Anna,
    deine Erkundungstour durch die Berliner Kieze erinnert mich an meine eigene rastlose Zeit in der Hauptstadt mit zehn verschiedenen Wohnungen in elf Jahren! Da waren so uncool klingende Adressen wie Wilmersdorf und Moabit dabei, aber auch immerhin drei verschiedene Zuhause in Mitte. Außerdem: Bergmannkiez, Schöneberg (2 Mal), Neukölln und Pankow. Den heißen Tipp habe ich nicht parat, zumal viele Gegenden ihr Gesicht stark verändert haben. Dein Mitte ist nicht mehr mein Mitte und der Friedrichshain war Mitte der 1990er Jahre noch verdammt abgefuckt. Auch finde ich den Stadtteil als Bezugseinheit fast noch zu groß gewählt. Es ist halt was anderes, ob ich in Neukölln an der Kart-Marx-Straße wohne oder am Maybachufer. Apropos Ufer, ich stehe ja auf Wasser, und deshalb hat es mir am Wikingerufer in Moabit extrem gefallen, zumal ich damals an der TU studierte. Also keine Angst vorm Tiergarten.
    Es grüßt aus der Provinz: Amy Novice

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    1. Liebe Amy Novice,

      wow, elf verschiedene Zuhause in Berlin ist schon eine stattliche Anzahl. Das stelle ich mit anstrengend, aber auch wahnsinnig spannend vor.
      Und du hast völlig Recht, einen ganzen Stadtteil in einem Rutsch zu erkunden ist quasi unmöglich. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen Ecken. Das ist wohl der Grund, warum ich mir immer nur Bruchteile ansehe. Aber das ist ok. Die Entdeckungsreisen sind ja zum Glück nicht limitiert. Wann immer ich das Gefühl habe, noch etwas verpasst zu haben, kann ich eine Tour anhängen. Ein toller Gedanke, der definitiv den Stress aus der Sache nimmt.

      Das Wikingerufer habe ich mir übrigens gleich notiert. Vielen Dank für den Tipp.

      Herzliche Grüße,
      Anna.

      Gefällt 1 Person

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